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Rechtliche Voraussetzungen beim Anzeigen von Baumängeln

Schaden Rechtliche Voraussetzungen beim Anzeigen von Baumängeln
Zu Überraschungen, und auch Katastrophen kann es bei einem Bau so gut wie immer kommen. Überflutete Keller, Risse im Putz der Außenfassade, eine nicht funktionierende Heizung oder gar Schimmelpilzbildung stellen offensichtliche Baumängel dar. Doch was gilt rechtlich als Baumangel, und was kann dagegen getan werden?

Ein Baumangel liegt vor, wenn die Ist- Beschaffenheit von der zu erwartenden Soll- Beschaffenheit abweicht. Das heißt das ein Baumangel vorliegt wenn zuvor festgelegte Eigenschaften des Bauwerks nicht vorhanden sind. So muss auch die Bauausführung die gewöhnliche oder vorausgesetzte Verwendung des Bauwerks zulassen, auch wenn keine Leistungs- und Baubeschreibung im Bauvertrag enthallten ist.

Ein Baumangel kann leicht festgestellt werden, wenn eine Baubeschreibung existiert, aus welcher hervorgeht das eine Leistung anders ausgeführt wurde oder gar fehlt. Bestehen Zweifel ob ein Baumangel vorliegt, so besteht die Möglichkeit sich an einen Beauftragten zu wenden oder eine zweite Meinung einzuholen.
Läuft ein Baumangel auf die sogenannten DIN- Normen hinaus, kann der Mangel oft nur durch einen spezialisierten Rechtsanwalt oder Architekten festgestellt werden.

Wichtig ist es auf jeden Fall entstandene Baumängel so früh wie möglich festzustellen. Mängel die durch den nachfolgenden Bauverlauf verdeckt werden, werden oft spät entdeckt und die Beseitigung teuer. Bei solchen verdeckten Mängeln kann es zum Streit unter den beteiligten Handwerkern kommen, und die Verantwortlichkeit wird von einem zum Anderen geschoben. Daher sollte ein Baustellenprotokoll der Handwerker in den Bauvertrag aufgenommen werden, um einen Beweis der Verantwortlichkeit zu erbringen.

Unter bestimmten Vorraussetzungen sind die Handwerker ohnehin zu einem Baustellenprotokoll verpflichtet. Dies sollte jedoch klar im Bauvertrag verzeichnet sein. Baumängel sollten so früh wie Möglich in schriftlicher Form abgemahnt werden. Zudem sollten klare Fristen zur Beseitigung der Mängel gesetzt werden, welche dem Handwerker jedoch Zeit lassen.

Wurden die Baumängel nur Teilweise behoben, oder reagiert der Handwerker nicht, so kann eine zweite Frist gesetzt werden. Nun sollte jedoch angekündigt werden, dass im nächsten Schritt vom Gewährleistungsrecht Gebrauch gemacht wird und man gegebenenfalls eine Kündigung des Vertrags in betracht zieht.
Nach dem Werksvertragsrecht können verschiedene Ansprüche durch einen Rechtsanwalt geltend gemacht werden. Dies ist auch ratsam, da die Gesetzesvorschriften oft kompliziert sind, und ohne Rechtsanwalt viel falsch gemacht werden kann.
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Hinweis: Dieses Angebot ist absolut kostenlos. Wir weisen darauf hin, dass wir für Hinweise und Ratschläge zur Beseitigung oder Erkennung von Schäden in keinster Weise haften. Diese geben ausschliesslich unverbindliche Empfehlungen, Erfahrungswerte und Tipps der Redaktion oder der User wieder. Wir empfehlen in jedem Fall eine vorherige persönliche Beratung durch einen fachlich qualifizierten Anbieter (Rechtsanwalt, Handwerker, Ingenieur, Gutachter usw.) vor Ort!