Wo sind Erdwärme Beispiele zu finden?

    Sichtbare Beispiele der Erdwärme

    Hervorragende Beispiele der dauerhaften Erdwärme sind Fumarolen, heiße Geysire und heiße Quellen. Fumarolen sind Erdöffnungen, die meist in unmittelbarer Nähe von Vulkanen auftreten. Durch sie strömen die heißen Gase mit Temperaturen von unter 100 bis etwa 1000 Grad Celsius aus dem Erdinneren heraus.

    Bei den Geysiren ist es das Wasser, das auf Grund des hohen Drucks mit bis zu 260 Grad Celsius ohne zu kochen an die Erdoberfläche gelangt. Es schießt in hohen Fontänen aus der Erde heraus und fällt anschließend in sich zusammen, sobald der Druck nachlässt. Das wiederholt sich ständig in unregelmäßigen Abständen.

    Das Naturschauspiel der Geysire ist  neben anderen Ländern wie beispielsweise  Neuseeland, Chile oder auch Kamtschatka in Russland besonders auch in Island anzutreffen und in dem Wellingtoner-Nationalpark in Wyoming in den Vereinigten Staaten von Amerika zu beobachten. Sie sind eine Attraktion für die Touristen.

    Auch das Wasser von heißen Quellen wird von der Erdwärme erhitzt, bevor es austritt. Sei es durch vulkanische Aktivitäten oder durch Wärme in tieferen Schichten. Dort zirkuliert sie mit dem heißen Wasser und erhitzt sich an den heißen Steinen. Die Temperaturen des Quellwassers sind recht unterschiedlich und erreichen in Mitteleuropa bei Tiefbohrungen zum Beispiel 107 Grad Celsius, bei natürlichen Quellen etwa 66 Grad Celsius.

    Neben anderen Ländern wie zum Beispiel den Azoren, Taiwan, Japan oder Island gibt es auch Städte in Deutschland, die bekannt für ihre Bäder mit einer heißen Quelle sind. Bekannt dafür sind Städte wie beispielsweise Aachen, Karlsbad oder Wiesbaden, um nur einige zu nennen.

    Historische Wärmenutzung

    Durch archäologische Grabungen wurde ein früher Gebrauch von heißen Quellen nachgewiesen. Die Ausgrabungen belegen, dass die Benutzung der Erdwärme schon vor Tausenden von Jahren bekannt war. Die Indianer in Amerikas Norden entdeckten bereits vor mehr als 10.000 Jahren Orte mit Quellen, die heißes und warmes Wasser enthielten. Fundstücke zeigen, dass die Indianer diese Quellen zu nutzen wussten. Es wird vermutet, dass es sich dabei um Orte wie zum Beispiel Heilstätten gehandelt hatte.

    Gut überliefert sind auch schriftliche und bildhafte Quellen, wonach die Griechen und Römer heiße Quellen bereits um etwa 100 vor Christus  benutzten. Geschickt bauten die Baumeister der damaligen Zeit die Thermalbäder sehr nahe an heißen Quellen. So konnten sie bereits zu jener Zeit die Erdwärme zum Aufheizen ihrer Bäder verwenden. Diese waren häufig ein beliebter Treffpunkt und sie dienten den Menschen nicht nur zur Erholung und zu Heilzwecken. Häufig waren sie auch ein sozialer Treffpunkt.

    Selbst außerhalb Europas, wie zum Beispiel in Zentralasien, waren die heißen Quellen ein gern aufgesuchter Treffpunkt. In China gab es die heißen Quellen von  Ziaotangshan in der Nähe von Peking vor etwa 2000 Jahren. Über mehrere Hundert Jahre lang wurden sie von den Qing- und Ming-Dynastien mit ihren Freunden und Angehörigen benutzt. In anderen Ländern wie auf Neuseeland, bauten die Maori ihr Dorf Whakarewarewa inmitten eines Gebietes von heißen Quellen. Deren heißes Wasser benutzten die Einheimischen von Neuseeland zum Kochen. Gleichzeitig verwendeten sie es ebenfalls sowohl zum Baden als auch zum Heizen.

    Die Energie der Erdwärme wurde so schon seit Jahrtausenden verwendet. Wie aus verschiedenen Quellen bekannt ist und Ausgrabungen es belegen, trugen diese Energie- und Wärmespender etwas zum Wohlstand eines Teils der damaligen Bevölkerung bei.

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